Fam. Pobaschnig, vlg. Jörgele

Zeindorf, Kappel

„Vielseitig und offen Neuland beschreiten“

Pobaschnig-Finalist-bio-award-kaernten-2014

© Mag. Andrea Knura

 

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Fam. Pobaschnig aus Zeindorf bei Kappel bewirtschaftet die rund 25 ha landwirtschaftliche Nutzfläche und zusätzliche  45ha Pachtfläche nach den Grundsätzen der organisch biologischen Wirtschaftsweise und verpflichten sich damit strengen Produktionsrichtlinien. Alte Streuobstwiesen prägen das Landschaftsbild der Gegend und spielen auch am Jörgele Hof eine wichtige Rolle. Sie bieten den Milchkühen und –ziegen ausgezeichnetes Weideland und liefern darüber hinaus reiche Obsternten. Mit allen Betriebsschienen, der Bio-Wiesenmilch Produktion für die Kärntnermilch, der Bio-Ziegeneis Vermarktung und dem jüngsten Naturschutzprojekt mit „BirdLife Kärnten“ zeigen Bernd und Petra Pobaschnig nicht nur Vielseitigkeit, sondern auch innovatives Vermarktungsgeschick.
© Mag. Andrea Knura

ORF Radio Kärnten Interview mit Fam. Pobaschnig

 

Zuständig für die 40 Milch-Ziegen ist Petra. Sie sind ihre ganze Leidenschaft und sie hat sich damit am Hof einen Aufgabenbereich geschaffen, der sie mit Freude erfüllt. Auf die Idee Bio-Ziegeneis herzustellen, kam Bernd krankheitsbedingt. „Ich musste eine Diät machen und gänzlich auf Kuhmilchprodukte verzichten. Und so bin ich auf die Alternative Ziegenmilch gestoßen, die besser verdaulich ist„, erzählt Pobaschnig. Das Projekt hat Zukunft. Die Nachfrage in der Region ist groß und steigt kontinuierlich. Neben der wesentlich höheren Wertschöpfung ist die Bio-Ziegeneisproduktion zudem ein praktikabler Weg, die großen Milchmengen im Sommer optimal haltbar zu machen. Derzeit gibt es zwölf verschiedene Geschmacksrichtungen in Bio. Damit setzt die Familie auf Qualität vor Quantität.

Fam. Pobaschnig kooperiert in Sachen Ziegenmilch auch mit dem Partnerbetrieb Bio-Hof Skofitsch. Und was die Weiterentwicklung der Vermarktung betrifft, sind Bernd und Petra offen und optimistisch: „Das wächst Schritt für Schritt. Das Netzwerk, die Bezugsquellen, Kontakte und das notwendige Knowhow müssen gesammelt werden. Aber es lohnt sich, weil das Produkt geschätzt wird und auch seinen Preis hat,“ weiß Bernd, der mit seinem mobilen Bio-Ziegeneis Verkaufsstand auf den Festen der absolute Renner ist.

Was es heißt aufs Ganze zu schauen, zeigt Bernd Pobaschnig´s jüngstes Projekt. In Kooperation mit BIO AUSTRIA und BirdLife Kärnten gibt es ein Naturschutzprojekt, das sich dem Schutz höhlenbrütender Vogelarten verschrieben hat, und die Basis bildet für die Erhöhung der Wertschöpfung der aus diesen Streuobstwiesen stammenden Bio-Produkte.
Die alten Streuobstwiesen stellen wichtige erhaltungswürdige Landschaftselemente dar, die neben dem wirtschaftlichen Nutzen auch einen erheblichen Beitrag zur Biodiversität leisten. Dieser spiegelt sich in der Verwendung bzw. Bewahrung alter Obstsorten wider und dient der heimischen Flora und Fauna als wertvoller Lebensraum. Da Bio-Produkte von Streuobstwiesen zum Teil eine untergeordnete Rolle auf der heimischen Produktpalette spielen, ergibt sich daraus für Fam. Pobaschnig  eine weitere ausbaufähige Nische, mit der wertvolle Ökosysteme und Produktionsweisen durch die Vermarktung hochwertiger, regionaltypischer Produkte erhalten werden.  Auch ist es Teil des Projektes, in der Bevölkerung  ein höheres Bewusstsein für ökologische, wirtschaftliche und soziale Zusammenhänge zu schaffen – eben „Aufs Ganze zu schauen“.

Im ORF Radio Kärnten ist Familie Pobaschnig am Donnerstag, den 4. September von 14 bis 15 Uhr zu hören. Durch das Interview führt Waltraud Jäger. Jeweils zur selben Sendezeit wird sie zwischen 1. und 5. September täglich einen der fünf Biobetriebe portraitieren. Eine abschließende Zusammenfassung auf Radio Kärnten gibt es am 6. September, nachdem sich die Finalisten auf der Klagenfurter Biofest-Bühne live präsentiert haben.

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