Jaklhof – Anna Ambrosch – Gemeinsam getragene Landwirtschaft (GELAWI)

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Ihre Stimme für Anna Ambrosch

Bio-Gemüse und Bio-Obst sind jene Lebensmittel, bei denen vielen Konsumentinnen und Konsumenten “Bio” als erster Gedanke in den Sinn kommt.

Anna Ambrosch, Biobäuerin seit 2014, produziert diese Lebensmittel in Kainbach an der Stadtgrenze von Graz. Die fachlich versierte Bio-Gemüsebau-Beraterin übernahm vor 5 Jahren die Bio-Landwirtschaft von ihrer Mutter, Anna Fuchs, die das Anwesen seit 1993 biologisch – zunächst mit Ehemann und Sohn – bewirtschaftete. Der Jaklhof gilt in der Bio-Szene und bei vielen KonsumentInnen als Wissens- und Kraftquelle. Bereitwillig lässt Anna die Menschen auf ihrem Hof an diesem Kleinod teilhaben und schafft dort mit allen Beteiligten ein Kleinklima, wo nicht nur biologische Lebensmittel sondern auch Beziehungen im Einklang mit der Natur gedeihen können.

Fachlich hat sich Anna dem Anbau aller, meist samenfester, Gemüsesorten verschrieben und geht da konsequent ihren Weg. Die Zucht und Selektion auf standortangepasste Sorten im Gemüsebau sichert die Ernährungssouveränität der Gesellschaft und stellt einen unverzichtbaren Reichtum dar. Besonders in der ARGE “Bauernparadeiser” und im Arbeitskreis “heizungsfreies Wintergemüse” kommen Annas Freude am Experimentieren zum Tragen. Dem humusreichen Bio-Boden, dem Grundkapital jeder Bio-Landwirtschaft, schenken Anna und ihr Team, bestehend aus Mutter Anna, Tochter Magdalena (21 gerade in Ausbildung zur Gemüsefacharbeiterin), einer weiteren Gemüsebau-Fachkraft und 5 serbischen MitarbeiterInnen großes Augenmerk. Die südliche Hanglage der Anbauflächen ist Erosionsverlusten durch Starkregen sehr ausgesetzt, deshalb wird das Gemüse rund ums Jahr auf Dämmen quer zum Hang angebaut. Arbeitstechnisch ist das mit einem eigens konstruierten Häufelpflug möglich. Unbeheizte Folientunnel sichern einerseits das Gemüseangebot auch in den kalten Monaten und dienen andererseits der Jungpflanzenaufzucht. Die bunte Gemüsevielfalt, Bio-Obst aus der Streuobstanlage und die Eier von 50 Legehennen werden zu 40 Prozent im eigenen Hofladen oder auf dem Bauernmarkt verkauft.

Der weit größere Teil der Bio-Lebensmittel steht der Gruppe der Ernteteiler zur Verfügung. Die 150 Ernteteiler beteiligen sich je nach Anteil auch mit einem monatlichen Investanteil am Finanzbedarf des Bio-Hofes. Die Ernteteiler tragen mit Anna gemeinsam das Risiko von Wind und Wetter und möglichen Ernteausfällen. Kooperationen mit anderen Biobäuerinnen und Biobauern vervielfältigen nicht nur das Lebensmittelangebot im Hofladen, sondern gehören wie Erntedankfeste, Lichtfeste, Feiern und gemeinsames Arbeiten zum Begegnungsort Jaklhof. Anna lacht herzlich, wenn sie den Jaklhof als “Frauenlandwirtschaft” bezeichnet, versichert aber, dass Ehemann Willfried und Sohn Johannes (19) die Frauenpower mit Rat und Tat unterstützen.

www.jaklhof.at